P O https://data.landesmuseum.de/id/112188D346C535867E2A7A81ACEA341F

Drei Wurfspieße in gemeinsamer Scheide

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P O Drei Wurfspieße von unterschiedlicher Länge. Die Spieße sind mit einer jeweils vierseitigen Stahlspitze ausgestattet. Die achteckigen, verschieden starken Schäfte sind aus poliertem Ebenholz mit längsgerillten Kanten. Am Griffende des Schaftes sind in jede der acht Seiten gruppenweise je 6-8 zierliche Messingstifte eingeschlagen. Jeweils zwei Stifte flankieren ein feines, ursprünglich wohl gefülltes, jetzt durchwegs leeres Bohrloch. Ein am Griffende in jeden Schaft eingeritztes Kreuz markiert wohl die richtige Handlage des Spießes beim Wurf. Die Griffbeschläge aus vergoldetem Silber sind mit gravierten, z. T. niellierten Blüten und Ranken verziert. Je 8 Türkise besetzen innerhalb von Rosetten- bzw. Tulpenblütenfassungen die Beschläge. Ergänzt werden die Steine auf der Griffkappe durch je einen Türkis in Rosettenfassung. Den Wurfspießen gemeinsam ist eine Holzscheide, die mit schwarzem Leder überzogen ist. Dabei ist die innere röhrenförmige Dreiteilung durch entsprechende Wölbungen auch an den Außenseiten erkennbar. Das entsprechend geformte Mundblech und die beiden Scheidenzwingen sind mit je einem Ring aus vergoldetem Silber besetzt. Auf dem Mundblech erscheinen beiderseits in je drei Längsstreifen gravierte und ziselierte Blumenranken vor feingerauhtem Grund. Die größeren (nicht vergoldeten) Blüten tragen eine Niellofüllung. Entsprechend geschmückt sind die beiden Zwingen auf beiden Seiten. Auf dem mittleren Streifen des Mundblechs findet sich unten eine fragmentarisch eingestempelte Tuğra mit der Namensbezeichnung »Mehmed« und ein »n«, der auf den letzten Buchstaben von »Sultan« hinweisen könnte. Vermutlich handelt es bei der »tuğra« um das kalligrafisch geschwungene Siegel des Sultan Mehmeds IV. (1648-1687). Auf der glatten Oberseite des Mundblechs sowie auf beiden Zwingenringen findet sich eine Stichelprobe. Das wohl entsprechend verzierte Ortband ist nicht erhalten. Literatur: Badisches Landesmuseum: Die Karlsruher Türkenbeute. Die »Türckische Kammer« des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden. Die »Türckischen Curiositaeten« der Markgrafen von Baden-Durlach, bearb. von Ernst Petrasch, Reinhard Sänger, Eva Zimmermann und Hans Georg Majer, München 1991, S. 214 f., Kat. 161.
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