P O https://data.landesmuseum.de/id/6B2813BC24444616BB6E17BDC2B3992B

Bodenvase: Strichmännchen"

a type of cidoc:E22_Human-Made_Object

S P O dct:identifier
S P O dct:type
S P O rdfs:label
S P O dct:spatial
S P O dct:description
P O Balustervase mit abstrahierender figurativer Bemalung. Signiert auf der Wandung "a r penck". Geboren wurde A.R. Penck (1939 - 2017) unter dem bürgerlichen Namen Ralf Winkler in Dresden. Der Künstler zeichnete unter verschiedenen Pseudonymen wie Mike Hammer, Mickey Spilane und Theodor Marx. Der Name A.R. Penck (nach dem Eiszeitforscher Albrecht Penck) etablierte sich als sein endgültiger Künstlername. Der künstlerische Weg von A.R. Penck wurde vom Konflikt mit der DDR-Staatsmacht gekennzeichnet. Er durfte nicht studieren. Der Verband der Bildenden Künstler verwehrte ihm die Mitgliedschaft. Die Stasi beobachtete den Künstler, konfiszierte und vernichtete sogar seine Bilder. Als Tagelöhner in verschiedensten Berufen musste sich A.R. Peck sein Geld verdienen. 1980 wurde der Künstler aus der DDR ausgebürgert und siedelte in den Westen über. Im Jahr 1988 wurde er Professor für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Neben seinem malerischen Werk schuf er Skulpturen aus Holz und Marmor, Plastiken aus Bronze und Gips sowie reliefartige Arbeiten aus Leukoplast. Der Künstler war ausgesprochen vielseitig: Er entwarf Weinetiketten sowie Autobemalung, verfasste Gedichte, Essays und theoretische Texte. Er war leidenschaftlicher Jazzmusiker und veröffentliche sogar Tonträger. Mit seiner temperamentvollen Aufsässigkeit und Kompromisslosigkeit positionierte er sich stets in Opposition zu einer vorherrschenden Meinung - im Osten wie auch im Westen. Nicht zuletzt deshalb gilt er als „Vater der Neuen Wilden“. Diese künstlerische Bewegung etablierte sich in den frühen 1980er Jahren mit großformatigen Bildern, die von einem heftigen Pinselstrich, einer kräftigen Farbwucht und einer modernen Graffiti-Ästhetik gekennzeichnet sind. A.R. Penck entwickelte eine neoexpressionistische Kunstsprache, bestehend aus grafischen Bildzeichen, Strichmännchen-Figuren und archaischen Motiven - ähnlich denen in der prähistorischen Höhlenmalerei. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2003 lebte und arbeitete A.R. Penck in Dublin. Nach längerer Krankheit starb er 2017 in Zürich. Literatur: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, 1992, S. 200. - Kat. AR. Penck, Keramik, Ausst. Droysen Keramikgalerie Kattrin Kühn, Galerie Springer, Berlin 1989 (mit Texten von S. Anderson, AR. Penck, und Rudolf Springer). - Kat. Keramik, AR. Penck, Kugel-Pyramide-Würfel, hg. von S. Anderson, Ausst. Droysen Keramikgalerie Kattrin Kühn und Galerie Springer, Berlin, o.J. (1991). - A.R. Penck, Keramik 1990-1993, hg. von Gerda Breuer, Ausst. Institut Mathildenhöhe Darmstadt 1993 und Badisches Landesmuseum Karlsruhe 1994, Darmstadt 1993. - Irmela Franzke: Von Picasso bis Penck. Keramik von Künstlern im 20. Jahrhundert. Ausstellungskatalog, 2001 Karlsruhe 2001
S P O cidoc:P45_consists_of
S P O cidoc:P32_used_general_technique
S P O dct:date
S P O prov:wasDerivedFrom
S P O dct:keyword