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Vogelnest »Untitled« von Björn Braun

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P O Der Künstler Björn Braun (geb. 1979) sucht sich besondere Unterstützung beim Schaffen seiner Kunstwerke: Bei diesem Vogelnest haben ihm Zebrafinken assistiert. Sie bauen mit vom Künstler zur Verfügung gestellten modernen Werkstoffen ein besonderes Nest. Zebrafinken nutzen ihre Nester nicht nur als Brut-, sondern auch als Schlafplatz. Er knüpfte an die Tradition des »Dadaismus« an - eine Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, welche die bestehende Kunst und entsprechende Kunstformen parodierte. Hier wird der »Künstler« per se verspottet, denn die Finken selbst übernehmen seine Rolle. Das Vogelnest zeigt, wie Vögel in Mensch-Tier-Beziehungen zu Mitgestaltern von Kunstwerken werden. Björn Braun bietet den für den Nestbau verantwortlichen Zebrafinkenmännchen natürliche und synthetische Baumaterialien an - welche sie nutzen, überlässt er den Vögeln. Der Künstler bestimmt damit den Rahmen für das Aussehen der Nester, kann aber weder die Konstruktionsweise steuern noch die Funktion beeinflussen. Er verändert das natürliche Verhalten der Tiere nicht. Dadurch wird die für uns gewohnte Grenze zwischen dem Naturgegebenen und dem bewusst Erschaffenen durchkreuzt. Die Mensch-Tier-Beziehung wird hier nicht im Sinne einer Arbeitsteilung, sondern als Prozess aufeinander bezogener Handlungen reflektiert. Literatur: WeltKultur / Global Culture. Führer durch die kulturgeschichtliche Abteilung, hrsg. vom Badischen Landesmuseum, Karlsruhe 2014, S. 102, Abb. 124 und 125.
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