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Drei Engel

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P O Etikett: "Marolin - Papiermacheé - Germany", Richard Mahr GmbH, Steinach. Im Jahr 1900 gründete Richard Mahr (1876-1952) in seinem Elternhaus im südthüringischen Steinach die "MAROLIN - Richard Mahr GmbH", die Figuren aus speziellem Papiermaché produzierte, die nach der Bemalung wie Schnitzfiguren wirkten. Mahr hatte eine Ausbildung als Kunstmaler absolviert sowie den Modellbau anatomischer Lehrmittel in Berlin erlernt. Grundlagen, um die ersten Modelle und Formen für die Press-Figuren selbst herzustellen. Die Belegschaft bestand zunächst aus ihm und seiner Gattin. Abnehmer der Produkte wurden die in der nahen Spielzeugstadt Sonneberg ansässigen Verleger. 1910 hatte er schon zehn Mitarbeiter. Um 1920 kam der gelernte Modelleur Julius Weigelt (1901-1982) in den Betrieb. Während die Figuren von Richard Mahr zuvor dem "Nazarenerstil" verhaftet waren, orientierte sich Weigelt an einem heimatlich-volkstümlichen Stil, wie etwa der Tiroler Schnitzerei. Dies, und dass MAROLIN als preiswerter Holzersatz im Gegensatz zu ähnlichen Gipsfiguren kaum zerbrechlich war, bewirkte, dass die Firma bis 1940 eine stete Expansion erfuhr. Die "MAROLIN-Krippen" wurde zu einer festen Marke. 1940 wurde die Produktion der Figuren eingestellt, Betriebsräume und Belegschaft für die Kriegsproduktion eingezogen. Nach 1945 schien der Betrieb aufgrund alter Geschäftsbeziehungen an den Erfolg der Vorkriegsjahre anknüpfen zu können. Die Bildung der zwei deutschen Staaten sollte die Entwicklung hemmen. Bis 1972 konnte die Firma trotz hoher Steuern in der sozialistischen Planwirtschaft noch als Familienbetrieb geführt werden. Dann folgte die Umwandlung in den volkseigenen Betrieb "VEB MAROLIN-Plastik". 1974 trat sie letztmals sowohl auf der Leipziger Messe als auch auf der Spielwarenmesse in Nürnberg auf. Nach der "Wende" und der Rückführung des Betriebes an die Erben des Gründers, wagte man den Neustart mit alten Herstellungsformeln und -formen. Dem entsprechen auch diese Engeltypen aus den 1920er Jahren.
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