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Tasse und Untertasse mit Ährenkranz

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P O Die Tasse hat einen konischen Gefäßkörper mit einem leicht eingetieften Standring. Der Henkel "à la grecque" ist durch "Ösenbeschläge" befestigt. Am Standring und unterhalb des Lippenrandes sind goldene Streifen aufgemalt. Sie begrenzen eine Bordüre mit Efeuranken auf hellviolettem Grund. Im Feld dazwischen befindet sich auf weißem Grund ein umlaufender Ährenkranz, in den grüne Lanzettblätter sowie blaue und rosaviolette Rispen gesteckt sind. Eine gerade Untertasse ist mit einem Ährenkranz dekoriert. Die Untertasse hat einen großen runden Spiegel mit einem leicht eingetieften Standring und einer konischen Wandung. Um den Rand und im Spiegel sind stilisierte Efeuranken dargestellt, dazwischen ein Ährenkranz, dessen Mitte zwischen Fahne und Spiegel liegt. Im Zentrum des Spiegels befindet sich eine Goldrosette. Am Boden von Tasse und Untertasse ist eine Bezeichnung zu sehen: Zeptermarke in Unterglasurblau sowie darüber ein goldener Punkt und in Eisenrot die Zahl 23; auf der Tasse die Pressmarke 32 und zwei eingeritzte Striche; auf dem Unterteller die Pressmarke 29. und zwei eingeritzte Striche. Die Königliche Porzellanmanufaktur Berlin wurde 1763 durch Friedrich den Großen gegründet. Zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren Fortschritte der Manufaktur lediglich in technischer und wirtschaftlicher Art zu verzeichnen, während sich die künstlerische Gestaltung auf die zu damaligen Zeiten beliebten Formen und Dekore des Rokoko und der Antike bezogen. 1878 tat die Königliche Porzellanmanufaktur einen entscheidenden Schritt nach vorn, indem sie die „Chemisch-Technische Versuchsanstalt" gründete. Diese Einrichtung förderte wissenschaftliche Arbeiten an Hochschulen, erstellte Gutachten und Informationsmaterial für die Industrie und arbeitete technische Verfahren aus. So schuf die Versuchsanstalt die dringend benötigte Verbindung von Forschung und Produktion. Die Angliederung an die Berliner Porzellanmanufaktur sowie die Einbeziehung der Charlottenburger Technischen Hochschule war dann nur folgerichtig. Der erste Leiter der Versuchsanstalt wurde 1878 Hermann Seger (1839- 1893). Seger war promovierter Chemiker, der 1885 zum Professor ernannt wurde. Nach Studien auf keramischem Gebiet in Fabriken Deutschlands, Belgiens, Englands und Ungarns übernahm er 1872 das Laboratorium in Berlin. Segers großes Verdienst war es, der bis dahin rein empirisch arbeitenden keramischen Industrie einen eigenen Forschungszweig gegeben zu haben. Durch seine Arbeit schuf er ihr eine wissenschaftliche Grundlage, auf der alle weiteren keramischen Forschungen bis zur heutigen Zeit aufbauen konnten. Nicht nur durch diese grundlegende Neuorientierung innerhalb der keramischen Forschung wurde Seger bekannt, sondern auch durch ein von ihm vorgeschlagenes dreispaltiges Molekular-Formelschema für Glasuren, kurz auch Seger-Formel genannt, sowie durch den nach ihm benannten Seger-Kegel, eine etwa 6 cm hohe, abgestumpfte, leicht schräg stehende Dreikantpyramide, die im keramischen Brand bei bestimmten Temperaturen umfällt. Und um 1880 entwickelte Seger ein Weichporzellan mit einer Brenntemperatur von 1240 °C bis 1280 °C, das sogenannte Seger-Porzellan. Seger veröffentlichte darüber hinaus etwa 170 wissenschaftliche Arbeiten. Bis 1890 war er an der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin tätig.
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