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Leuchte: "Wisteria-Tischlampe"

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P O Die Tischleuchte "Wisteria" trägt ein reliefiertes Ananas-Ornament auf dem Sockel, den Schaft zieren Ornamente mit Lotuspflanzen. Die Lampe ist für drei elektrische Birnen eingerichtet. Auf der Schirmspitze sitzt eine kleine, mehrfach durchbrochene und patinierte Bronzeplatte zur Entlüftung. Der halbkugelförmiger Schirm besteht aus Blüten, deren Zuordnung umstritten ist. Es könnten sich um Blüten des Schneeballs, Glyzinien- oder Hortensienblüten aber auch um die stilisierten Blüten eines Blauregens oder einer Glyzinie (Wisteria-Art) handeln. Den Forschungen zufolge geht die "Wisteria-Lampe", die auch in einer Variante mit hoher Schirmform bekannt ist, auf Entwürfe von Mrs. Curtis Freshel zurück. Ausgeführt wurde sie von dem amerikanischen Maler und Glaskünstler Louis Comfort Tiffany (1848-1933). Einzigartig ist zu dieser Zeit die künstlerisch überzeigende Darstellung des vom Sonnenlicht durchfluteten Blätterdaches eines stilisierten Baumes, bei der jeder naturalistische Effekt vermieden wurde. Hier handelt es sich um einen Höhepunkt nicht nur des Art Nouveau, sondern auch in Tiffanys Schaffen. In der richtigen Verteilung von Licht und Schatten zeigt sich die Meisterschaft Tiffanys in der Kunstlichtbehandlung. Louis Comfort Tiffany war ebenso wie William Morris, Henry van de Velde und Otto Eckmann ursprünglich Maler und begann sich erst unter dem Einfluss Samuel Bings, der ein bekannter Sammler und Händler von Ostasiatica war, allgemein für das Kunsthandwerk zu interessieren. Nachdem Tiffany 1879 eine Firma für Innendekoration gegründet hatte, beschäftigte er sich ab 1881 mit der Mosaiktechnik. Aber schon 1893 stellte er - angeregt durch Vasen von Gallé - seine ersten Hohlgläser her. Tiffanys frühe Stücke - sowohl die Mosaiken wie die frei geblasenen Gläser - weisen oft orientalisierende Anklänge auf. Seine in der Art der persischen Rosensprenggefäße hergestellten Arbeiten sind die eindrucksvollsten Erzeugnisse dieser Phase. Der Künstler besaß selbst eine große Sammlung ägyptischer, syrischer, zypriotischer, römischer, islamischer und chinesischer Gläser. An ihnen studierte er die Irisierung der Oberfläche, die das Resultat der Einwirkung mineralischer Salze bei langem Lagern im Erdboden ist. Diesem Effekt versuchte er bei seinen Gläsern auf chemischem Wege nahezukommen. Er erreichte die farbigen Dekore seiner Gefäße vorwiegend durch die Schichtung bunter Glaslagen, wobei das Glas immer wieder erhitzt, aufgeblasen, mit neuen Glaspartien versehen und außerdem mit verschiedenen Metalldämpfen behandelt wurde. Das auf diesem Wege entstandene irisierende Lüsterglas ließ er 1894 unter der Bezeichnung „Favrile Glass“ patentieren, obwohl die Herstellungstechnik keine eigentlich originäre Erfindung ist, sich vielmehr einer alten Rezeptur bedient, die höchstwahrscheinlich von Arthur Nash, einem seiner Mitarbeiter, aus England mitgebracht worden war. Einzelheiten über den Herstellungsprozess sind uns nicht bekannt, da Tiffany sie ebenso geheim hielt wie die Namen seiner Mitarbeiter. Tiffany verzichtet aber im Gegensatz zu den Franzosen auf die nachträgliche Bearbeitung des Glases durch Schliff, Schnitt und Ätzung und lässt allein die farbige Oberfläche wirken. Tiffanys Gläser, die auf allen großen Ausstellungen der Jahrhundertwende vertreten waren, kosteten schon zu ihrer Entstehungszeit enorme Summen. Die Berliner Museen z. B. kauften auf der Pariser Weltausstellung 1900 eine Vase, für die sie 2046 Goldmark bezahlten. Auf der 1908 eröffneten „Hessischen Landesausstellung für freie und angewandte Kunst“ war ein für 4000 Mark erbautes Haus ausgestellt, dessen gesamte Inneneinrichtung für nur 1000 Mark erstellt worden war. Für den Preis einer Tiffany-Vase konnte man sich also etwa zwei komplette Inneneinrichtungen oder ein halbes Haus kaufen. Freilich kann man derartige Einzelstücke nicht mit bewusst für die industrielle Serienanfertigung entwickelten Erzeugnissen vergleichen. Jedoch wird die Preisrelation und damit die Bedeutung Tiff
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